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Makromastie – Definition & Behandlung

Eine große Brust gilt oftmals als Schönheitsideal. Bei einem ungewöhnlich großen Wachstum der Brust wird von einer Makromastie gesprochen. Diese kann zu psychischem und physischem Leiden führen. Ab wann von einer Makromastie gesprochen wird, welche Ursachen zugrunde liegen und welche Behandlungen für eine Verkleinerung der Brust infrage kommen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Makromastie?

Bei einer Makromastie oder auch Mammahypertrophie genannt, handelt es sich aus medizinischer Sicht um eine Brustfehlbildung. Dabei findet ein überdurchschnittliches Wachstum des Drüsengewebes der Brust statt, wodurch diese im Verhältnis zur Körpergröße und zum Körpergewicht überdurchschnittlich groß und pathologisch ist.

Wiegt die Brust einer zierlichen Frau mehr als 500 Gramm und die Brust einer größeren und massigeren Frau mehr als 1000 Gramm wird in der Medizin von einer Makromastie gesprochen. Das durchschnittliche Gewicht einer Frauenbrust liegt bei circa 150 bis 400 Gramm. Dies gilt als Richtwert, jedoch sollten grundsätzlich immer die individuellen Umstände und Proportionen sowie das Empfinden einer Frau berücksichtigt werden.

Bei einer stark ausgeprägten Form der Makromastie mit sehr schweren und großen Brüsten wird von einer sogenannten Gigantomastie oder Hypermastie gesprochen. Die Zunahme der Brust erfolgt in den meisten Fällen bei beiden Brüsten gleichermaßen.

Im Gegensatz zur Makromastie stellt die Mikromastie die Unterentwicklung der weiblichen Brust dar. Eine Mikromastie macht sich meist schon in der Pubertät bemerkbar. Treten vergrößerte Brustdrüsen bei einem Mann auf, wird von einer sogenannten Gynäkomastie gesprochen.

Ursache einer Makromastie

Die Ursachen einer Makromastie konnten bis heute nicht vollständig geklärt werden. Es wird davon ausgegangen, dass eine genetische Veranlagung und hormonelle Veränderungen verantwortlich für die große Brust sein können. Bei einer angeborenen Makromastie sind die Brustdrüsen übermäßig aktiv, wodurch mehr Brustgewebe produziert wird. Hormonelle Veränderungen finden besonders in der Pubertät, Schwangerschaft und den Wechseljahren statt. Die Vergrößerung der Brust in der Schwangerschaft ist jedoch in den meisten Fällen nur temporär und normalisiert sich nach der Stillzeit wieder.

Auch die Einnahme von gewissen Medikamenten kann das Wachstum der Brust beeinflussen. Eine deutliche Gewichtszunahme und Adipositas können zu einer Makromastie ebenfalls beitragen.

Beschwerden bei einer Makromastie

Das hohe Gewicht der Brust ist für den Körper eine dauerhafte Belastung und kann im Alltag einer Frau zu starken Einschränkungen führen.

Eine sehr große Brust sorgt nicht selten für starke Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen – diese können zu Haltungsschäden und zu einem Verschleiß der Wirbelsäule führen. (1) Zudem können diese Fehlbelastungen auf Dauer zu wiederkehrenden Kopfschmerzen führen. (2) Auch Wundstellen, Entzündungen oder Infektionen im Bereich der Unterbrustfalte gehen oft mit einer Makromastie einher.

Zu den körperlichen Beschwerden kommen meist noch soziale und psychische Belastungen hinzu. (3) Frauen mit einer sehr großen Brust werden oftmals angestarrt, so können sich starke Unsicherheiten sowie Minderwertigkeitsgefühle entwickeln. Die psychische Belastung im Alltag kann im schlimmsten Fall zu einer Depression führen.

Zudem sind sportliche Aktivitäten oft mit Schmerzen verbunden und ein angenehmes Schlafen gestaltet sich meist schwer. Passende Kleidung sowie BHs zu finden, wird ebenfalls zur Herausforderung.
Bei einer Gigantomastie treten die aufgeführten Beschwerden oftmals noch stärker und häufiger auf.

Wie wird eine Makromastie behandelt?

Sind die Folgen einer Makromastie körperliche oder psychische Belastungen, sollten diese auch behandelt werden. Hierbei wird zwischen nicht-operativen Behandlungen und einer operativen Brustverkleinerung unterschieden.

Entsprechend dem Schweregrad der Makromastie können entsprechende Medikamente verordnet werden. Besteht ein Übergewicht, kann zunächst auch eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. Auch Sport und eine Physiotherapie können die Beschwerden einer Makromastie lindern – in vielen Fällen ist Sport jedoch mit körperlichen Schmerzen verbunden. Führen diese Behandlungen zu keinem dauerhaften Erfolg, bleibt als therapeutische Maßnahme nur eine operative Brustverkleinerung.

Bei einer Brustverkleinerung wird überschüssiges Brustgewebe entfernt und die Größe der Brust dadurch reduziert. In vielen Fällen erfolgt während des Eingriffs zusätzlich eine Bruststraffung, da die Haut bereits stark ausgedehnt wurde.

Vorteile einer Brustverkleinerung

Eine Makromastie kann im Alltag einer Frau sehr präsent und belastend sein. Eine Brustverkleinerung ist eine sehr effektive Behandlungsmethode und bietet einige Vorteile:

  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Schmerzen im Rücken, Nacken und in den Schultern nimmt ab
  • Verbesserung der Körperhaltung
  • Risiko einer Infektion oder Wundstelle wird verringert
  • Treiben von Sport ist wieder uneingeschränkt möglich
  • Steigerung des psychischen Wohlbefindens und des Selbstwertgefühls (4)

Risiken einer Brustverkleinerung

Jeder operative Eingriff bringt gewisse Risiken mit sich. Nach einer Brustverkleinerung kann es zu Infektionen, Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen kommen. Diesen Risiken kann jedoch mit einer guten Vorbereitung und einer sorgfältigen Nachsorge entgegengewirkt werden. Zudem kann es zu Gefühlsstörungen in den Brustwarzen und den umliegenden Hautpartien kommen – diese Beschwerden sind in der Regel jedoch nur temporär.

Die Stillfähigkeit kann durch eine Brustverkleinerung beeinträchtigt oder ganz verloren gehen, meist wird daher empfohlen, die Familienplanung vorher abzuschließen.

Quellen: 

1. Anneke Marlene Sycha. Biomechanische Belastungen vor und nach operativer Therapie der Mammahypertrophie. Dissertation, Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg, 2013.
2. Can B. Frequency of Headaches in Macromastia Patients and Relief After Reduction Mammoplasty. Aesthet Surg J. 2021 Jan 29;sjaa330. doi: 10.1093/asj/sjaa330. Online ahead of print.
3. Cerrato F, et al. The impact of macromastia on adolescents: a cross-sectional study. Pediatrics. 2012 Aug;130(2):e339-46.

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