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Bottoming Out: Ursachen und Behandlung bei Verrutschen des Implantates

Bottoming Out kann als Folge einer Brustvergrößerung mit Implantaten auftreten. Wie Sie die Symptome erkennen, welche Ursachen diese Komplikation hat und wie sie behandelt oder sogar vermieden werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Bottoming Out?

Bottoming Out bezeichnet eine Komplikation meist nach einer Vergrößerung des Brustvolumens mit Implantaten. Dabei rutscht das Implantat zu weit nach unten und zeichnet sich am unteren Brustrand ab, da die Unterbrustfalte das eingesetzte Implantat nicht mehr halten kann.

Der Brustwarzenvorhof bleibt an der natürlichen Position, wodurch sich optisch eine nach oben ragende Brustwarze in Kombination mit einer herabsackenden Brust ergibt. Es entsteht also eine unnatürlich wirkende Wölbung, da der Abstand von Brustwarze zur Unterbrustfalte vergrößert ist.

Bottoming Out – Symptome

Die Symptome von Bottoming Out können sowohl unmittelbar nach einer Brustvergrößerung als auch nach mehreren Jahren sichtbar werden. Das Gewebe der Brust kann sich nach einer Operation noch verändern, weshalb Sie bei einem ungewohnten Erscheinungsbild nicht unbedingt von einer Bottoming Out Komplikation ausgehen müssen. Ein minimales Herabsenken des Brustimplantates sowie eine Neubildung der Brustwarze sind im Heilungsprozess keine Seltenheit und unbedenklich. Verbleiben Verformung länger als 6 Monate nach einer OP, sollten Sie diese ärztlich abklären lassen.

Bottoming Out erkennen Sie an den folgenden Symptomen:

  • Der Rand des Brustimplantates ist an der Brustfalte zunehmend fühlbar sowie sichtbar
  • Die untere Brust nimmt an Brustvolumen zu und die Haut wird dadurch stark ausgedehnt
  • Die Brustwarze zeigt nach oben und der Abstand zum unteren Brustrand vergrößert sich
  • Die Brust erscheint insgesamt optisch unnatürlich

Wie lässt sich Bottoming Out vermeiden?

Entscheiden Sie sich für eine Brustvergrößerung mit Implantaten sollten Sie diesen Eingriff in einer seriösen Gesundheitseinrichtung vornehmen lassen. Bei ausgebildeten Chirurgen kommt es äußerst selten zu dieser Komplikation nach einer Brustvergrößerung. Das Implantat sollte unter dem Brustmuskel platziert werden, zudem sollte die Weichteilstützung bei der Wahl des Implantats besonders berücksichtigt werden. So kann Bottoming Out bei beispielsweise einer Gewebeschwäche verhindert werden. Lassen Sie sich daher ausführlich beraten und Qualifikationen sowie Vorher-Nachher-Fotos bei einem persönlichen Gespräch vorlegen.

Was sind die Ursachen für Bottoming Out?

Zu einer Bottoming Out Komplikation kann es nach einer Brustoperation kommen, wenn eine falsche Planung der Brustvergrößerung oder eine falsche Nachsorge stattgefunden hat. Jede Brustvergrößerung sollte sorgfältig geplant und die Maßnahmen an den Körper einer jeden Patientin angepasst sein. Sollten zu schwere Implantate ausgewählt oder die Implantattaschen zu tief oder falsch angelegt werden, können Implantate verrutschen. (1) Dies wird durch eine dünne Weichteilbedeckung und ein laxes Gewebe weiter gefördert.

Die Wahl des richtigen und passenden Implantats ist von immenser Bedeutung ebenso wie eine korrekte Platzierung der Implantattasche. Bei einer submuskulären Brustvergrößerung, also wenn das Implantat auf dem Brustmuskel eingesetzt wird, besteht immer eine leicht höhere Wahrscheinlichkeit für ein Bottoming Out.

Ebenso wie die Planung des Eingriffs ist auch die Nachsorge nach einer Brustvergrößerung sehr wichtig für Patientinnen – eine falsche Nachsorge kann die Verschiebung der Brustimplantate begünstigen. Das eingesetzte Implantat braucht Zeit, um an der gewünschten Stelle einheilen zu können, daher ist eine ausreichende Schonung wichtig.

Nach einer Brustvergrößerung sollten Sie 6 Monate lang nach dem Eingriff spezielle Kompressions-BHs konsequent tragen, sodass Ihr Gewebe fixiert und ein Absenken oder eine Verschiebung der Implantate vermieden wird. Weiterhin sollte mehrere Wochen nach dem Eingriff auf Sport, das Tragen schwerer Gegenstände sowie auf ruckartige Bewegung der Arme verzichtet werden.

Sollte eine Bottoming Out Komplikation erst Jahre nach der Brustvergrößerung auftreten, ist die Ursache nicht auf eine fehlende Planung oder eine falsche Nachsorge zurückzuführen. In diesem Fall ist die Ursache der natürliche Alterungsprozess von Haut und Gewebe.

In seltenen Fällen kann ein Bottoming Out auch nach einer Brustverkleinerung auftreten, hierbei sackt das Brustgewebe nach unten. (2)

Unterschied zwischen Bottoming Out und Double Bubble

Bottoming Out wird nicht selten mit dem sogenannten Double Bubble verwechselt, da sich die Symptome sehr ähneln. Die Ursachen der beiden Komplikationen unterscheiden sich jedoch voneinander. Beim Double Bubble wird das Implantat sichtbar, so als würde die natürliche Brust auf dem Implantat sitzen. Diese Komplikation tritt nur direkt nach dem Eingriff auf.

Die folgenden Ursachen sind bekannt:

  • Das Einsetzen eines Implantates mit einem zu großen Durchmesser für die vorhandene Brustbreite
  • Die überdurchschnittliche Festigkeit des Brustgewebes, sodass sich dieses nicht wie gewünscht über das Implantat legt
  • Während des Eingriffs werden die Bindegewebestränge durchtrennt, sodass Halt für das eingesetzte Implantat fehlt. Dies geschieht dann, wenn Sie einen Arzt mit unzureichender Erfahrung aufsuchen

Welche Möglichkeiten der Korrektur gibt es?

Das Bottoming Out geht nicht von allein wieder weg, daher ist eine Korrektur in Form einer kleinen OP notwendig und durch ein unschönes Brustbild in den meisten Fällen auch angestrebt. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Korrektur, welche die sinnvollste ist, sollte immer von Fall zu Fall entschieden werden.

Je nachdem wie stark das Bottoming Out bereits ausgeprägt ist, wird der Chirurg sich für die geeignete Korrektur entscheiden. Hierbei bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Ein besser passendes Implantat einsetzen und das alte entsprechend entfernen
  • Das vorhandene Implantat neu positionieren
  • Die Implantattaschen neu modellieren und auf ein neues oder bestehendes Implantat anpassen (3)
  • Die Konturen der Brust mit Eigenfett auffüllen (nur bei leichter Ausprägung möglich)

Im Zuge der Korrektur kann auch eine Hautstraffung vorgenommen und eine Verstärkung der Unterbrustfalte durchgeführt werden.

Quellen:

1. Salgarello M, Visconti G. Staying Out of Double-Bubble and Bottoming-Out Deformities in Dual-Plane Breast Augmentation: Anatomical and Clinical Study. Aesthetic Plast Surg. 2017 Oct;41(5):999-1006.
2. Bishara A, et al. Ptosis and Bottoming out Following Mastopexy and Reduction Mammoplasty. Is Synthetic Mesh Internal Breast Support the Solution? A Systematic Review of the Literature. Aesthetic Plast Surg. 2021 Jul 23. Online ahead of print.
3. Kaufman D. Pocket reinforcement using acellular dermal matrices in revisionary breast augmentation. Clin Plast Surg. 2012 Apr;39(

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